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Endabrechnung Neustarthilfe und Neustarthilfe Plus

Einleitung

Die Neustarthilfe wurde als Vorschuss auf Basis des Referenzumsatzes 2019 ausgezahlt, um Soloselbständigen eine schnelle Umstellung auf die pandemiebedingte Situation zu ermöglichen und um Ihnen eine finanzielle Unterstützung für den Fall zu geben, dass coronabedingte Einschränkungen die Möglichkeiten zur Ausübung der Selbständigkeit erneut einschränken.

Nach Ablauf des Förderzeitraums sind Sie als Empfängerin oder Empfänger der Neustarthilfe dazu verpflichtet, eine Endabrechnung zu erstellen, wenn Ihr Antrag bewilligt oder teilbewilligt wurde. In der Endabrechnung müssen Sie die tatsächlich erzielten Einkünfte im Förderzeitraum 2021 dem Referenzumsatz 2019 gegenüberstellen. Dadurch soll überprüft werden, ob Sie den Vorschuss benötigt haben, weil sich Ihr Umsatz pandemiebedingt erheblich verschlechtert hat.

Die Antragstellung für Direktantragstellerinnen und Direktantragsteller ist seit dem 29. Oktober 2021 möglich. Prüfende Dritte können die Endabrechnung der Neustarthilfe seit Anfang Dezember vornehmen. Sie erfolgt digital über die bekannten Antragswege nach und nach für die Neustarthilfe, Neustarthilfe Plus Juli bis September und Neustarthilfe Plus Oktober bis Dezember. Sie erhalten sofort eine unverbindliche Rückmeldung, ob und gegebenenfalls wieviel Sie von dem Vorschuss zurückzahlen müssen.

Wichtig: Wenn Sie die Neustarthilfe selbst beantragt haben („Direktantragstellung“), müssen Sie auch die Endabrechnung direkt einreichen. Wenn Sie die Neustarthilfe über prüfende Dritte beantragt haben, müssen Sie auch die Endabrechnung über prüfende Dritte einreichen. Die Kosten hierfür werden bei der Endabrechnung nicht erstattet.

Sie müssen erst nach Erhalt des Bescheides der für Sie zuständigen Bewilligungsstelle, der die Angaben im Endabrechnungsportal bestätigt, zahlen.

Beispiel: Eine Soloselbständige oder ein Soloselbständiger mit einem Referenzumsatz von 20.000 Euro und 7.500 Euro ausgezahlter Neustarthilfe kann bei einem tatsächlichen Umsatz im Förderzeitraum von 60 Prozent des Referenzumsatzes, das heißt 12.000 Euro, 30 Prozent des Referenzumsatzes (=6.000 Euro) als Neustarthilfe behalten. Die Differenz zur ausgezahlten Neustarthilfe (das heißt 1.500 Euro) ist zurückzuzahlen.

Fristenübersicht

Die Fristen für die jeweiligen Endabrechnungen sind für das Einreichen der Endabrechnung:
Neustarthilfe (Förderzeitraum Januar bis Juni 2021) Direktantragstellerinnen und Direktantragsteller:ab 29. Oktober bis 31. Dezember 2021 bzw. vier Wochen nach Versand des Bewilligungsbescheides (wenn die NSH nach dem 1. Dezember 2021 bewilligt wurde).
Neustarthilfe (Förderzeitraum Januar bis Juni 2021) Antrag über prüfende Dritte:ab 7. Dezember 2021 bis 31. Dezember 2022
Neustarthilfe Plus (Förderzeiträume Juli bis September und Oktober bis Dezember 2021) Direktantragstellerinnen und Direktantragsteller:Ab Februar/März 2022 bis 30. Juni 2022.
Neustarthilfe Plus (Förderzeiträume Juli bis September und Oktober bis Dezember 2021) prüfende Dritte:Ab Februar/März 2022 bis 31. Dezember 2022.
Die Frist für die etwaig anfallende Rückzahlungen für
Neustarthilfe Direktantragstellerinnen und Direktantragsteller: 30. Juni 2022.
Neustarthilfe prüfende Dritte:einen Monat nach Versand des Endabrechnungsbescheids der Bewilligungsstelle
Neustarthilfe Plus (Juli bis September und Oktober bis Dezember 2021) Direktantragstellerinnen und Direktantragsteller:31. Dezember 2022.
Neustarthilfe Plus (Förderzeiträume Juli bis September und Oktober bis Dezember 2021) prüfende Dritte:einen Monat nach Versand des Endabrechnungsbescheids der Bewilligungsstelle

Die Einreichung der Endabrechnung erfolgt online über das Antragsportal direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de für Direktantragsteller bzw. über das Portal antrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de für prüfende Dritte.

Ausführliche Informationen finden Sie in den FAQ Neustarthilfe und FAQ Neustarthilfe Plus.

Generell gilt: Sie können den Vorschuss in voller Höhe behalten, wenn Sie Umsatzeinbußen von 60 Prozent und mehr hatten. Wenn der Umsatz im Förderzeitraum um weniger als 60 Prozent gesunken ist, muss ein Teil des Vorschusses zurückgezahlt werden, so dass Neustarthilfe und Umsatz im Förderzeitraum 90 Prozent des Referenzumsatzes nicht überschreiten. Erst wenn der Umsatzeinbruch weniger als zehn Prozent beträgt (d.h. Umsatz im Förderzeitraum entspricht mehr als 90 Prozent des Referenzumsatzes), muss der gesamte Vorschuss zurückgezahlt werden (siehe Abbildung).

Infografik: Rückzahlungen bei der Neustarthilfe

Die Grafik „Rückzahlungen bei der Neustarthilfe" als PDF herunterladen (PDF, 136 KB)

Weitere Hinweise zur Berechnungsmethode und zur Erstellung der Endrechnung finden Sie in FAQ 3.4 und 4.8.

Beispiel (Berechnung Neustarthilfe und Rückzahlung): Frau Wagner ist selbständige Yogalehrerin. Sie hat im Jahr 2019 30.000 Euro verdient, der sechsmonatige Referenzumsatz beträgt damit 15.000 Euro. Sie kann nach Beantragung der Neustarthilfe den maximal möglichen Vorschuss in Höhe von 7.500 Euro erhalten.

Wenn sie im Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 Umsätze von 40 Prozent oder weniger des Referenzumsatzes (d.h. 6.000 Euro oder weniger) erzielt, kann sie den Vorschuss von 7.500 Euro in voller Höhe behalten; anderenfalls muss sie die Neustarthilfe (anteilig) zurückzahlen.

Wenn sie im Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 bspw. Umsätze von 70 Prozent des Referenzumsatzes (d.h. 10.500 Euro) verdient, muss sie 3.000 Euro der als Vorschuss erhaltenen Neustarthilfe zurückzahlen.

Verdient sie 90 Prozent des Referenzumsatzes (d.h. 13.500 Euro) oder mehr, dann muss sie die gesamte Neustarthilfe zurückzahlen.

Erfolgt keine Endabrechnung, ist der ausgezahlte Vorschuss vollständig zurückzuzahlen.

Bei fehlerhaften Angaben besteht seit 9 November 2021 die Möglichkeit, die Endabrechnung zurückziehen und komplett neu im Antragsportal einzureichen. Nach Absenden Ihrer Selbsterklärung haben Sie maximal 5 Kalendertage Zeit, die Endabrechnung zurückzuziehen und neu einzureichen.

Nach Ablauf der Frist am 31. Dezember 2021 wird Ihnen eine Erinnerungsnachricht zugeleitet, wenn Sie ihre Endabrechnung im digitalen Antragsmanagementsystem bis zum Fristende nicht eingereicht haben. Erst bei ausbleibender Rückmeldung werden sich weitere verwaltungsrechtliche Maßnahmen, unter anderem Anhörung, Aufhebung der Bewilligungsbescheides, Rückforderung des gewährten Zuschussbetrages, anschließen. In jedem Fall erhalten Sie im Frühjahr 2022 zunächst einen Endabrechnungsbescheid, der Ihnen gegebenenfalls auch sämtliche Informationen zur potentiellen Rückzahlung zur Verfügung stellt. Für eine Rückzahlung haben Sie, bis zum 30. Juni 2022 Zeit. Sofern weitere Stundungs- oder Ratenzahlungswünsche aufgrund Ihrer wirtschaftlichen Situation bestehen, bitten wir Sie, unmittelbar nach Erhalt des Endabrechnungs-/Rückforderungsbescheides im Frühjahr 2022 mit der Bewilligungsstelle Kontakt aufzunehmen.

Wie erfolgt die Endabrechnung der Neustarthilfe?

Wie läuft die Endabrechnung der Neustarthilfe ab?

Alle Antragstellenden, die einen Bescheid und eine Zahlung auf Ihren Neustarthilfeantrag erhalten haben, werden darüber informiert, dass sie die Endabrechnung einreichen können.

Loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten in das Antragsportal direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de für Direktantragsteller (Frist: 31. Dezember 2021) bzw. über das Portal antrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de für prüfende Dritte (Frist: 31. Dezember 2021) ein. Dort sind Ihre persönlichen Daten bereits aus dem Antragsformular übernommen worden. Nach Eingabe der tatsächlichen Umsatzdaten Bitte geben Sie bei den Umsatzdaten Ihre Netto-Umsätze an. erhalten Sie eine vorläufige Schätzung, ob und ggf. welchen Teil des Vorschusses Sie bzw. der Antragstellende zurückzahlen müssen. Nach Absenden der Endabrechnung erhalten Sie eine automatische Bestätigung über den Eingang der Endabrechnung. Anschließend prüft die für Sie zuständige Bewilligungsstelle die Endabrechnung und sendet Ihnen bzw. dem prüfenden Dritten eine Bestätigung des Ergebnisses der Endabrechnung zu- ggf. mit einer Zahlungsaufforderung. Wenn ein Teil des Vorschusses zurückgezahlt werden muss, dann haben Direktantragstellerinnen und Direktantragsteller dafür bis Ende Juni 2022 Zeit. Bei Endabrechnungen, die über prüfende Dritte eingereicht wurden, muss eine Zahlung innerhalb von 4 Wochen nach Versand des Bescheides der Bewilligungsstelle geleistet werden.

Das Verfahren für Direktantragstellerinnen und Direktantragsteller Neustarthilfe Plus und dasjenige für die Antragstellenden, die über prüfende Dritte Anträge gestellt haben, läuft in ähnlicher Weise zu den oben genannten Fristen ab. Detaillierte Informationen finden Sie in den FAQ Neustarthilfe und Neustarthilfe Plus.

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