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+++ Ab 23. Juli 2021 können Erstanträge auf Überbrückungshilfe III Plus gestellt werden +++ Prüfende Dritte können seit 19. Juli Anträge auf Neustarthilfe jetzt für Genossenschaften stellen und Sonderregelungen für Neugründungen u.a. geltend machen +++ Erstanträge möglich: Seit 16. Juli 2021 können Direktanträge auf Neustarthilfe Plus gestellt werden +++ Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe: Erst- und Änderungsanträge können noch bis zum 31. Oktober 2021 gestellt werden +++                                           

Personen laufen emporsteigenden Pfeilen entgegen

© AdobeStock: Feodora

Neustarthilfe

Die Neustarthilfe unterstützt Soloselbständige mit bis zu 7.500 Euro und Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften mit bis zu 30.000 Euro. Sie wird als Vorschuss für Januar bis Juni 2021 ausgezahlt. Soloselbständige mit Umsatzeinbußen ab 60 Prozent müssen den Vorschuss nicht zurückzahlen.

NEU: Antragsberechtigung für Genossenschaften und für Neugründungen bis zum 31.10.2020, Regelungen für Soloselbständige in Elternzeit.

Übersicht: Was ist die Neustarthilfe?

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige in allen Wirtschaftszweigen finanziell unterstützt, die im Zeitraum Januar bis Juni 2021 Corona-bedingt hohe Umsatzeinbußen verzeichnen, aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Dazu zählen Soloselbständige, die beispielsweise personenbezogene (z.B. Kosmetikerinnen und Kosmetiker) oder kreative, künstlerische Tätigkeiten ausüben (z.B. Musikerinnen und Musiker, Gestalterinnen und Gestalter, Fotografinnen und Fotografen) oder zum Beispiel im Gesundheitswesen (z.B. Therapeutinnen und Therapeuten, Trainerinnen und Trainer), der Tourismusbranche (z.B. Stadtführerinnen und Stadtführer, Reiseleiterinnen und Reiseleiter) oder Bildungsbranche (z.B. Sprachlehrerinnen und Sprachlehrer, Coaches) tätig sind. Auch kleine Kapitalgesellschaften und Genossenschaften können Unterstützung durch die Neustarthilfe erhalten, wenn der überwiegende Teil der Einkünfte – würden sie von einer natürlichen Person erzielt – als gewerbliche oder freiberufliche Einkünfte gelten würden.

Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung.

Die Antragsfrist für Erst- und Änderungsanträge wurde bis zum 31. Oktober 2021 verlängert. Seit dem 17. Juni 2021 können Sie Änderungsanträge auf Direktanträge stellen. Hinweis: Änderungsanträge für prüfende Dritte werden zeitnah bereitgestellt.

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FAQ

3.10 Die Neustarthilfe wird als Betriebskostenpauschale bezeichnet. Darf ich die Neustarthilfe deswegen nur für Betriebskosten verwenden?

Nein, hinsichtlich der Verwendung der Neustarthilfe gibt es keine Vorgaben. Mit der Neustarthilfe werden vor allem Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Damit soll ihre wirtschaftliche Existenz gesichert werden. Die Neustarthilfe richtet sich dabei insbesondere an Soloselbständige, die nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Deswegen wird der Berechnung der Neustarthilfe auch lediglich der Umsatz im Vergleichs- und im Förderzeitraum zugrunde gelegt, nicht jedoch die Betriebskosten. Die Verwendung der Neustarthilfe ist insofern auch nicht nachzuweisen.

Zur Antwort

2.2 Ich habe für die Ausübung meiner Soloselbständigkeit ein Unternehmen (Kapitalgesellschaft, Personengesellschaft, Genossenschaft) gegründet. Kann ich Neustarthilfe beantragen? Wie werden die Umsätze aus Personen- und Kapitalgesellschaften sowie Genossenschaften, an denen ich beteiligt bin, berücksichtigt? Wer erhält die Neustarthilfe?

Zur Antwort

2.5 Ich habe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die stundenweise für mich arbeiten. Kann ich die Neustarthilfe trotzdem beantragen?

Zur Antwort

Direktantrag auf Neustarthilfe

Soloselbständige mit oder ohne Personengesellschaft, die ihre Umsätze als Freiberuflerinnen, Freiberufler oder Gewerbetreibende erzielen, können die einmalige Neustarthilfe als natürliche Person im eigenen Namen direkt stellen (sog. Direktantrag für natürliche Personen). Dazu wird das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat benötigt. Auch kurz befristet und unständig Beschäftigte, die antragsberechtigt sind, können die Neustarthilfe direkt beantragen.

Wenn Sie Umsätze mit Kapitalgesellschaften oder Genossenschaften erzielen und diese für die Berechnung der Neustarthilfe berücksichtigt werden sollen, ist kein Direktantrag möglich; hier müssen die Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft als juristische Personen einen Antrag auf Neustarthilfe mithilfe eines prüfenden Dritten stellen.

Wichtiger Hinweis: Es ist grundsätzlich nur ein Antrag auf Neustarthilfe möglich!

Wenn Sie einen Antrag auf Neustarthilfe als natürliche Person stellen, in dem Sie nur Umsätze aus freiberuflicher und/oder gewerblicher Tätigkeit als Soloselbständige/r angeben, ist es nicht möglich, dass Sie zu einem späteren Zeitpunkt nachträglich auch anteilige Umsätze aus Personengesellschaften für die Berechnung der Neustarthilfe geltend machen.

Wenn Sie einen Antrag als natürliche Person gestellt haben, kann die Kapitalgesellschaft, deren Gesellschafterin oder Gesellschafter Sie sind und an der Sie mindestens 25 Prozent der Anteile halten, bzw. die Genossenschaft, deren Mitglied Sie sind, keinen Antrag auf Neustarthilfe stellen und umgekehrt.

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Antrag mit prüfendem Dritten

Als natürliche Person haben Sie das Wahlrecht, Ihren Antrag auf Neustarthilfe als Direktantrag oder mithilfe einer oder eines prüfenden Dritten stellen, z. B. einer Rechtsanwältin oder eines Rechtsanwalts oder einer Steuerberaterin oder eines Steuerberaters.

Wenn Sie hingegen Ihre Tätigkeit über eine Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft ausüben und hierfür Neustarthilfe beantragen wollen, sind Sie verpflichtet, den Antrag über eine prüfende Dritte oder einen prüfenden Dritten zu stellen. Der oder die prüfende Dritte prüft vor Antragstellung die Plausibilität Ihrer Angaben und berät Sie bei Fragen zu den Antragsvoraussetzungen und zum Antragsverfahren. Der Antrag für prüfende Dritte für Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, die Sonderregelungen nutzen wollen, wenn Ihre Einkünfte im Vergleichszeitraum zur Ermittlung des Referenzumsatzes vergleichsweise gering waren (vgl. FAQ 6.2 und 6.3), wird im August verfügbar sein.

Wichtiger Hinweis: Es ist nur ein Antrag auf Neustarthilfe möglich!

Wenn Sie einen Antrag auf Neustarthilfe als natürliche Person stellen oder gestellt haben, in dem Sie nur Umsätze aus freiberuflicher und/oder gewerblicher Tätigkeit als Soloselbständige oder Soloselbständiger angeben, ist es nicht möglich, dass Sie nachträglich auch anteilige Umsätze aus Personengesellschaften für die Berechnung der Neustarthilfe geltend machen.

Wenn Sie einen Antrag als natürliche Person gestellt haben, kann die Kapitalgesellschaft oder die Genossenschaft, deren Gesellschafterin oder Gesellschafter bzw. deren Mitglied Sie sind, keinen Antrag auf Neustarthilfe stellen und umgekehrt.

Die Anträge können Sie hier stellen.

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Vollzugshinweise

Die Vollzugshinweise für die Gewährung von Neustarthilfe enthalten nähere Erläuterungen unter anderem zur Antragsberechtigung und den Voraussetzungen, zum Antragsverfahren sowie zur Höhe, Auszahlung und Verwendung der Neustarthilfe.

Hinweis: Die Vollzugshinweise werden derzeit überarbeitet. Eine neue Fassung ist in Kürze verfügbar (Stand 12. Juli 2021).

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